Für die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage macht es einen Unterschied, ob Sie erzeugten Strom selbst nutzen oder verkaufen. Selbst genutzter Strom kann einen Teil des Netzbezugs ersetzen. Für eingespeisten Strom gelten die Bedingungen Ihres Abnahmevertrags. Vergleichen Sie deshalb beide Wege mit Ihren tatsächlichen Tarifbestandteilen.
Drei Zahlen getrennt erfassen
Notieren Sie die erwartete Jahreserzeugung, den davon selbst genutzten Anteil und die eingespeiste Menge. Diese Größen sind keine Haushaltsausgaben wie Miete oder Lebensmittel. Eine Planung sollte erklären, wie die Annahmen aus Dach, Standort und zeitlichem Verbrauch abgeleitet wurden.
Ein ausschließlich methodisches Beispiel
Für ein frei gewähltes Beispiel nehmen wir 6.000 kWh Erzeugung an. Davon werden 2.400 kWh selbst genutzt und 3.600 kWh eingespeist. Als Rechenwerte wählen wir 25 Cent pro vermiedener Bezugs-kWh und 7 Cent pro verkaufter kWh. Diese Werte sind keine aktuellen österreichischen Marktpreise und keine Ertragsprognose.
| Position im Beispiel | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Vermiedene variable Bezugskosten | 2.400 kWh × 0,25 Euro | 600 Euro |
| Einspeiseerlös | 3.600 kWh × 0,07 Euro | 252 Euro |
| Summe dieser beiden Positionen | 600 + 252 Euro | 852 Euro |
Die Summe berücksichtigt noch keine Investition, Finanzierung, Wartung, Ersatzteile, Abgaben oder laufenden Zusatzkosten. Ebenso werden feste Rechnungsbestandteile nicht automatisch durch Eigenverbrauch eingespart. Eine einfache Teilrechnung ist daher noch keine vollständige Amortisationsrechnung.
Eine zusätzliche selbst genutzte Kilowattstunde bewerten
Wenn im Beispiel 500 kWh vom Verkauf in den direkten Eigenverbrauch wechseln, steigt diese Teilrechnung um 500 × (0,25 − 0,07), also 90 Euro. Das setzt voraus, dass damit tatsächlich Netzbezug ersetzt wird. Für einen Batteriespeicher müssten zusätzlich seine Verluste und Kosten berücksichtigt werden.
Das Energieinstitut Vorarlberg beschreibt zeitlich passende Verbraucher als Möglichkeit, den Eigenverbrauch ohne Batterie zu erhöhen. Prüfen Sie erst die Nutzung im Alltag und vergleichen Sie danach eine Speicheroption.
Mehrere Szenarien statt einer festen Zusage
Lassen Sie die Rechnung mit niedrigerem Ertrag, verändertem Bezugspreis und anderem Einspeisetarif wiederholen. Halten Sie die Annahmen sichtbar. Eine Variante, die nur unter besonders günstigen Werten attraktiv erscheint, braucht eine entsprechend sorgfältige Entscheidung.
Der PV-Rechner bietet eine erste Orientierung. Für eine konkrete Planung können Sie unverbindlich Angebote anfragen und nach einer vollständigen, nachvollziehbaren Wirtschaftlichkeitsrechnung fragen.



