Die einfache Amortisation fragt, nach wie vielen Jahren der angenommene jährliche finanzielle Überschuss die anfängliche Investition erreicht. Das Ergebnis ist eine Modellrechnung, keine zugesagte Rückzahlung. Ein sinnvoller Vergleich beginnt deshalb mit den Eingaben und ihrer Herkunft, bevor eine Jahreszahl berechnet wird.
klimaaktiv verlinkt einen PV-Rechner zur ersten Wirtschaftlichkeitsabschätzung.
Ein Rechenbeispiel ohne erfundene Marktpreise
Verwenden wir Buchstaben statt angeblich typischer Angebote: I steht für Ihre vollständige Investition. E bezeichnet den jährlichen Wert des vermiedenen Strombezugs, V den Erlös aus abgegebenem Strom und K die jährlichen laufenden Ausgaben. Berechnen Sie E als vermiedene Bezugsmenge mal vermiedenen variablen Bezugspreis und V als Abgabemenge mal angenommenen Abnahmepreis. Dann lautet der angenommene jährliche Überschuss N = E + V − K. Die einfache Amortisationsdauer ist I ÷ N, sofern N positiv ist.
| Eingabe | Für Ihr Projekt eintragen |
|---|---|
| I | Auftragsumfang, Zusatzarbeiten und tatsächlich berücksichtigte Unterstützung. |
| E | Angenommene vermiedene Bezugskosten mit erklärtem Tarifansatz. |
| V | Abgabemenge und dazu passender Abnahmevertrag. |
| K | Geplante laufende Zahlungen und begründete Rücklagen. |
Ein vollständig erfundenes Zahlenbeispiel
Nur zur Veranschaulichung, keine aktuellen österreichischen Preise oder Ertragsprognosen: I = 10.000 Euro, E = 800 Euro, V = 200 Euro und K = 100 Euro. E enthält ausschließlich angenommene vermiedene variable Bezugskosten. Daraus folgt N = 800 + 200 − 100 = 900 Euro jährlich. Die vereinfachte Division ergibt 10.000 ÷ 900 ≈ 11,1 Jahre. Keine dieser Annahmen beschreibt Ihr Angebot.
Was die Formel nicht automatisch berücksichtigt
Bleibt N im Modell konstant, werden Veränderungen über die Jahre ausgeblendet. Finanzierung, technische Degradation, Geräteaustausch und geänderte Nutzung brauchen zusätzliche Zeilen. Wer zukünftige Geldflüsse unterschiedlich bewerten möchte, benötigt außerdem eine ausführlichere Rechnung als diese einfache Division. Lassen Sie den Betrieb sagen, welche Methode sein ausgewiesenes Ergebnis tatsächlich verwendet.
Eine Annahme nach der anderen verändern
Rechnen Sie zuerst ohne Förderzusage. Ändern Sie danach nur den angesetzten Abnahmepreis und beobachten Sie das Ergebnis. In einem weiteren Durchlauf verändern Sie den erwarteten Wert des Eigenverbrauchs. Die übrigen Eingaben bleiben dabei gleich. So wird sichtbar, ob ein scheinbar günstiges Ergebnis hauptsächlich von einem optimistischen Tarif oder von nachvollziehbaren Projektkosten abhängt.
PV und Speicher getrennt vergleichen
Eine Batterieoption gehört mit ihren Mehrkosten und dem behaupteten Zusatznutzen in eine eigene Variante. Für die zusätzliche Batterieentscheidung stellen Sie ihre Mehrinvestition ΔI dem jährlichen Mehrnutzen ΔN gegenüber. Eine vereinfachte zusätzliche Amortisation wäre ΔI ÷ ΔN bei positivem ΔN. Addieren Sie den Nutzen nicht ein zweites Mal zur bereits berechneten PV-Variante. Fragen Sie, welche Energie- und Zahlungspositionen sich tatsächlich verändern. Lassen Sie sich auch den Zeitraum nennen, für den der Vergleich gilt.
Der Ratgeber zum Angebotsvergleich unterstützt die Kostenprüfung. Bewahren Sie Eingaben und Tarifunterlagen für spätere Aktualisierungen auf.
Beschreiben Sie Ihr Vorhaben in der kostenlosen, unverbindlichen PV-Anfrage. solarenergie.at vermittelt Anfragen. Eine konkrete Planung, ein Angebot und die Installation vereinbaren Sie gegebenenfalls separat mit einem unabhängigen Fachunternehmen.



