Der Einspeisetarif bewertet die Energie, die Ihre Anlage tatsächlich an das Netz abgibt. Für den persönlichen Nutzen brauchen Sie neben dieser Vergütung auch einen passenden Abnahmevertrag und eine verständliche Mengenrechnung. Beginnen Sie deshalb mit den Beteiligten und den Vertragsunterlagen, bevor Sie verschiedene Centbeträge miteinander vergleichen.
Netzbetreiber oder Stromabnehmer?
Für Überschussstrom beschreibt E-Control einen Vertrag mit Lieferant oder OeMAG. E-Control.
Das E-Control-Informationsblatt von November 2023 unterscheidet Anlagenbetreiber, Netzbetreiber und den Strom abnehmenden Lieferanten. E-Control, Stand 11/2023.
Prüfen Sie die Unterlagen Ihres konkreten Anschlusses und den benannten Vertragspartner für die Abnahme. Dass ein Unternehmen mehrere Rollen anbietet, sollte diese Unterscheidung nicht verdecken. Fragen Sie, welche Aufgabe der Netzbetreiber übernimmt und welches Unternehmen die Einspeisung vergütet. Bewahren Sie Netzabklärung, Abnahmevertrag und Bezugsvertrag getrennt auf, damit Änderungen nachvollziehbar bleiben.
Was steht im Vergütungsmodell?
Dynamische Einspeisevergütungen können zeitlich schwanken; die Bewertung sollte zum eigenen Einspeiseverlauf passen. Energieinstitut.
Lassen Sie erklären, ob der angebotene Betrag fest ist oder durch eine benannte Formel verändert wird. Notieren Sie Gültigkeitszeitraum, Abzüge, sonstige Kosten und Abrechnungsrhythmus. Fragen Sie ausdrücklich, wie niedrige oder negative Referenzpreise behandelt werden. Vergleichen Sie nicht den höchsten beworbenen Einzelpreis mit einer vollständigen Jahresvergütung eines anderen Vertrags.
Wie rechnen Sie Einspeisung und eigene Nutzung?
Für eine einfache Übersicht multiplizieren Sie die erwartete abgegebene Menge mit der dazu passenden Vergütung und berücksichtigen anschließend die Vertragskosten. Rechnen Sie eigene Nutzung separat mit dem vermiedenen Bezug. Dieselbe Energie darf nicht zugleich als selbst genutzt und verkauft erscheinen. Bei einem zeitabhängigen Modell sollten Mengen und Preise der jeweiligen Zeitabschnitte zusammenpassen.
| Unterlage | Daraus übernehmen |
|---|---|
| Mengenprognose | Erwartete Einspeisung am eigenen Standort. |
| Preisblatt | Vergütung und tatsächliche Preisformel. |
| Vertrag | Abzüge, Bindung und Bedingungen. |
| Abrechnung | Gemessene Menge und nachvollziehbarer Zeitraum. |
Nur die tatsächlich exportierte Energie vergüten
Ein frei gewähltes Mengenbeispiel ohne Batterie: Von 5.000 kWh Produktion werden 2.000 kWh im Haushalt genutzt und 3.000 kWh abgegeben. Die einfache Einspeiserechnung verwendet 3.000 kWh mal die vertragliche Vergütung, nicht 5.000 kWh. Die 2.000 kWh eigener Nutzung werden separat bewertet. Bei zeitabhängigen Preisen wird derselbe Schritt für passende Zeitabschnitte ausgeführt und anschließend summiert.
Prüfen Sie geeignete Verbrauchszeiten, bevor Sie Zusatztechnik allein wegen eines Tarifversprechens bestellen. Fordern Sie bei einer Batterie einen gesonderten Kosten-Nutzen-Vergleich an. Für Ihr Anlagenprojekt hilft der Angebotsvergleich; die Projektanfrage kann zur Vermittlung an unabhängige Fachbetriebe genutzt werden. Einen passenden Einspeisevertrag wählen und vereinbaren Sie separat mit dem Abnehmer.



