Ein Preis pro kWp hilft beim ersten PV-Vergleich, wenn die Angebote dieselben Leistungen enthalten. Er sagt jedoch wenig aus, wenn ein Angebot den Speicher einrechnet und das andere Elektroarbeiten oder Gerüst auslässt. Berechnen Sie deshalb einen nachvollziehbaren Kennwert und betrachten Sie daneben den vollständigen Projektpreis.
Was der Kennwert bedeutet
Teilen Sie den eindeutig abgegrenzten PV-Preis durch die angebotene Modulspitzenleistung in kWp. Verwenden Sie bei allen Angeboten denselben Steuerstand und dieselbe Leistungsabgrenzung. Die Leistung eines Speichers gehört nicht in den Nenner: Seine Energie wird in kWh angegeben und separat betrachtet.
Ein frei gewähltes Rechenbeispiel
Angenommen, ein abgegrenzter PV-Angebotsteil kostet 12.000 Euro brutto und umfasst 8 kWp. Der rechnerische Preis beträgt 1.500 Euro pro kWp. Das ist ein eigenes Rechenbeispiel für die Methode, kein erhobener Marktpreis für Österreich 2026 und keine Aussage über ein konkretes Haus.
| Prüfung | Frage an den Betrieb |
|---|---|
| Leistung | Welche Modulanzahl und Spitzenleistung sind enthalten? |
| Montage | Sind Unterkonstruktion, Dacharbeiten und Zugang enthalten? |
| Elektrotechnik | Welche Leitungen und Arbeiten am Bestand sind kalkuliert? |
| Abwicklung | Wer übernimmt Netzunterlagen, Fertigmeldung und Inbetriebnahme? |
| Weitere Technik | Wie werden Speicher, Wallbox und Ersatzstrom ausgewiesen? |
Den vollständigen Umfang vergleichen
Die Arbeiterkammer Niederösterreich empfiehlt mehrere Angebote und eine klare Vereinbarung über die gesamte Abwicklung. Fragen Sie nach einer gemeinsamen Leistungsbeschreibung, bevor Sie allein nach dem niedrigsten Kennwert auswählen.
Notieren Sie für jedes Angebot auch die offenen Annahmen. Ein noch ungeprüfter Zählerschrank oder eine erforderliche Dachsanierung kann den späteren Gesamtpreis beeinflussen. Lassen Sie angeben, welche Voraussetzungen für den angebotenen Preis gelten und wie zusätzliche Arbeiten vereinbart würden.
Förderung gesondert ausweisen
Vergleichen Sie zuerst den Preis vor einem möglichen Zuschuss. Ein beworbener Betrag nach Förderung kann auf einer unbestätigten Annahme beruhen. Ordnen Sie beantragte, zugesagte und ausgezahlte Mittel getrennt ein und prüfen Sie den tatsächlichen Zahlungsbedarf.
Wenn zwei Betriebe unterschiedliche Anlagengrößen empfehlen, bitten Sie beide um die Begründung aus Dach, Verbrauch und erwarteter Nutzung. Ein niedriger Preis pro kWp rechtfertigt nicht automatisch eine größere Investition.
Unser Angebotsvergleich hilft beim Ordnen der Zahlen. Mit einer kostenlosen PV-Anfrage können Sie Ihren Projektumfang beschreiben und Angebote unabhängiger Fachbetriebe vergleichen.



